Prüfungen bieten einem Aikidoka die Möglichkeit zu erkennen und bestätigt zu bekommen, welche Fortschritte er im Aikido durch intensives und regelmäßiges Training gemacht hat. Ebenso zeigen ihm Prüfungen, bis zu welchem Niveau er die Prinzipien und Techniken des Aikido verstanden hat.
Die Durchführungsbestimmungen als auch die Prüfungsanforderungen unterscheiden sich von Verband zu Verband. Es gibt daher unterschiedliche Auffassungen zu Prüfungen, so zum Beispiel, ob Prüfungen überhaupt im Aikido sinnvoll sind. Ob sie förmlich sein müssen, das heißt, das Vorführen von Techniken aus einem Prüfungsprogramm vor Prüfern, oder ob man nach einer gewissen Warte- und Trainingszeit eine Graduierung ohne förmliche Prüfung vornehmen sollte.
Aikidoka, die eine Prüfung machen möchten, sollten sich aber dieser gut vorbereitet stellen.
Eine Prüfung ist das Ergebnis von intensivem wöchentlichen, monatlichen, jährlichen Training. Man müßte also entsprechend ohne große Vorbereitung eine Prüfung jederzeit ablegen können und nicht erst kurz vor dem Prüfungstermin die geforderten Prüfungstechniken mit einem Partner einstudieren.
Dies geht meistens schief, weil die Prüfer dem Prüfling verschiedene Partner zuweisen können.
Wenn man sich also einer Prüfung stellen möchte, so ist es wichtig, daß man an den für die Prüfung erforderlichen Techniken ganz besonders konzentriert arbeitet. Auf keinen Fall sollte man darauf hoffen, sich bei einer Prüfung „durchmogeln“ zu können.
Je nach angestrebtem Grad ist nicht nur die Ausführung der Technik, sondern z. B. Griffsicherheit, Geschwindigkeit und Timing Gegenstand einer Prüfung, wie auch die gesamte Präsentation durch den Prüfling.
Wenn man eine Prüfung machen möchte, wäre es hilfreich, nach regelmäßigem Training seine Leistungen von seinem Trainer überprüfen zu lassen und zu sehen, ob man auch ausreichend mit dem Prüfungsprogramm vertraut ist.
Letztendlich geht es aber im AIKIDO nicht in erster Linie um die Aikido-Graduierung. Vielmehr geht es auch darum, durch intensives Training die Bildung des Charakters, Harmonie mit der Umwelt, und im allgemeinen um die Verbesserung des Menschseins.

5. Kyu
Ukemi
Nage-waza
Shiho-nage
Katame-waza
Ikkyo (omote/ura)
4. Kyu (Vorkenntnisse 5.Kyu)
Nage-waza
Shiho-nage
Irimi-nage
Katame-waza
Ikkyo (omote/ura)
3. Kyu (Vorkenntnisse 4.Kyu)
Nage-waza
Shiho-nage
Irimi-nage
Soto-kaiten-nage
Katame-waza
Sankyo (omote/ura)
Ushiro-waza
Shiho-nage
2. Kyu (Vorkenntnisse 3.Kyu)
Nage-waza
Kote-gaeshi
Koshi-nage
Sumi-otoshi
Katame-waza
Nikyo (omote/ura)
Ushiro-waza
Kote-gaeshi
1. Kyu (Vorkenntnisse 2.Kyu)
Nage-waza
Uchi-kaiten-nage
Koshi-nage
Tenchi-nage
Katame-waza
Yonkyo (omote/ura)
Ushiro-waza
Koshi-nage
Juji-garami
1. Dan (Vorkenntnisse 1.Kyu)
Nage-waza
Irimi-nage
Koshi-nage
Sumi-otoshi
Kote-gaeshi
Katame-waza
Ikkyo – yonkyo (omote/ura)
Ushiro-waza
Juji-garami
Ikkyo – yonkyo (omote/ura)
Tanto-waza
Eine Technik
Eine Technik
Eine Technik
Jiyu-Waza
Mae, Ushiro, Yoko
Gyako-hamni-katate-tori
Ryote-tori
Ai-Hamni
Yokomen-uchi
Mune-tori
Ai-Hamni
Shomen-uchi
Katate-ryote-tori
Katate-ryote-tori
Gyako-hamni-katate-tori
Shomen-uchi
Ushiro-ryote-tori
Shomen-tsuki
Gyako-hamni-katate-tori
Gyako-hamni-katate-tori
Shomen-uchi
Ushiro-ryote-tori
Gyako-hamni-katate-tori
Ai-hamni-katate-tori
(3 Ausführungen)
Gyako-hamni-katate-tori
Ryote-tori
Shomen-uchi
Ushiro-katate-tori/kubi-shime
Ushiro-ryote-tori
Yokomen-uchi
(3 Ausführungen)
Shomen-uchi
Ryote-tori
Shomen-uchi
Shomen-uchi
Ushiro-katate-tori/kubi-shime
Ushiro-katate-tori/kubi-shime
Shomen-uchi
Yokomen-uchi
Shomen-tsuki
zwei Angreifer